Schlechte Noten: Was Eltern tun können

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Manchmal beschreiben Eltern es so: «Hausaufgabenheft voller Zweien und Dreien. Lehrer ruft an und sagt, dass Jugendlicher nicht zurechtkommt. Wir wissen nicht, was zu tun ist: schimpfen? Helfen? Oder einfach warten, bis er «sich selbst klärt»?»

In der Zwischenzeit zu Hause:

  • Noten fallen, Sie sehen, dass der Jugendliche nicht zurechtkommt;
  • Sie wissen nicht, ob es Faulheit ist oder tiefere Ursachen;
  • Versuche zu helfen («Lerne mehr!», «Setz dich an Hausaufgaben!») funktionieren nicht oder verstärken Konflikte;
  • Sie möchten den Jugendlichen unterstützen, wissen aber nicht wie.

Und die Frage entsteht: Was tut man bei schlechten Noten, damit es wirklich hilft und nicht noch mehr Druck erzeugt?

Ich bin Beraterin für Jugendentwicklung in Nürnberg. In diesem Artikel erkläre ich:

  • warum schlechte Noten entstehen (Ursachen);
  • wie man Jugendlichen ohne Druck unterstützt;
  • praktische Schritte zur Verbesserung der Noten;
  • wann professionelle Hilfe nötig ist.

Wenn Sie beim Lesen merken, dass Sie Ihre spezifische Situation besprechen möchten, können Sie über den Bereich «Für Eltern» ein Kennenlerngespräch vereinbaren.

1. Warum schlechte Noten entstehen: wissenschaftliche Erklärung

Schlechte Noten sind Symptom, nicht Ursache

Schlechte Noten entstehen selten «einfach so». Oft stehen dahinter tiefere Ursachen:

  • Stress und Angst — Prüfungsangst blockiert Fähigkeit zu lernen;
  • Niedriges Selbstwertgefühl«Ich schaffe es sowieso nicht» wird selbst erfüllende Prophezeiung;
  • Konzentrationsprobleme — ADHS, Stress, Schlafmangel beeinflussen Fähigkeit, sich zu konzentrieren;
  • Konflikte in Familie oder Schule — emotionale Probleme beeinflussen Schule;
  • Fehlende Motivation — Jugendlicher sieht keinen Sinn in Schule.

Studien zeigen, dass Ursache zu verstehen wichtiger ist als mit Symptom zu kämpfen.

Gehirn des Jugendlichen und Lernen

Die Frontallappen des Gehirns, die für Planung, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis zuständig sind, sind noch nicht vollständig entwickelt. Das beeinflusst:

  • Planung — dem Jugendlichen fällt es schwer, langfristige Aufgaben zu planen;
  • Konzentration — Aufmerksamkeit wird leicht abgelenkt;
  • Motivation — schwer, langfristige Ziele zu sehen.

Das zu verstehen hilft, richtige Unterstützungsstrategie zu wählen.

2. Wie man Jugendlichen unterstützt: praktische Schritte

Schritt 1: Verstehen Sie Ursache

Bevor Sie handeln, verstehen Sie Ursache:

  • Sprechen Sie mit Jugendlichen«Was hindert dich am Lernen?» (nicht wie Verhör, sondern mit echtem Interesse);
  • Sprechen Sie mit Lehrer — was sieht er im Klassenzimmer?;
  • Bewerten Sie Kontext — was passiert in Familie, Schule, mit Freunden?.

Ursache zu verstehen hilft, richtige Strategie zu wählen.

Fragen, die helfen, Ursache zu verstehen:

  • «Was ist für dich am schwierigsten in der Schule?»;
  • «Was passiert, wenn du versuchst zu lernen?»;
  • «Was hilft dir beim Lernen?»;
  • «Was hindert dich?».

Schritt 2: Unterstützen Sie, kontrollieren Sie nicht

Statt Kontrolle («Wie viel hast du gelernt?») unterstützen («Wie kann ich helfen?»):

  • Fokus auf Prozess«Du bereitest vor, das ist wichtig» statt «Du musst 5 bekommen»;
  • Anerkennen Sie Anstrengungen«Ich sehe, dass du dich bemühst» auch wenn Ergebnis nicht ideal ist;
  • Nicht vergleichen«Und die Maria bekommt immer 5» hilft nicht.

Unterstützung gibt dem Jugendlichen Gefühl, dass Sie auf seiner Seite sind, nicht gegen ihn.

Schritt 3: Schaffen Sie Struktur

Struktur reduziert Angst und hilft beim Lernen:

  • Routine — feste Zeit für Lernen, Schlaf, Ruhe;
  • Plan — konkrete Aufgaben («Aufgaben 1–3 in Mathematik» statt «Mathematik lernen»);
  • Pausen — alle 45–60 Minuten Pause 10–15 Minuten.

Struktur gibt Gefühl von Kontrolle und reduziert Chaos.

Schritt 4: Arbeiten Sie mit Angst

Wenn schlechte Noten mit Angst verbunden sind:

  • Entspannungstechniken — Atmung 4–7–8, progressive Muskelentspannung;
  • Mini-Tests zu Hause — lehren Gehirn, dass Prüfung sicher ist;
  • Normalisieren Sie Fehler«Fehler sind Teil des Lernens».

Angst blockiert Fähigkeit zu lernen — Arbeit mit Angst ist wichtiger als zusätzliche Belastung.

Schritt 5: Suchen Sie Hilfe

Wenn schlechte Noten mit tieferen Problemen verbunden sind:

  • Schulpsychologe — kann mit Angst, Motivation helfen;
  • Externer Nachhilfelehrer — wenn Hilfe mit konkretem Fach nötig ist;
  • Professionelle Beratung — wenn Problem tiefer ist (Depression, Konflikte, niedriges Selbstwertgefühl).

Haben Sie keine Angst, Hilfe zu suchen — das ist keine Schwäche, sondern Fürsorge.

3. Was NICHT zu tun ist

❌ Was NICHT zu tun:

  • Schreien und drohen«Wenn du nicht verbesserst, kein Handy» verstärkt Stress und blockiert Fähigkeit zu lernen;
  • Vergleichen«Und die Maria bekommt immer 5» senkt Selbstwertgefühl;
  • Abwerten«Das ist Quatsch, lerne einfach» hilft nicht;
  • Jeden Schritt kontrollieren«Wie viel hast du gelernt? Zeig Hausaufgaben!» erzeugt Widerstand;
  • Für Noten bestrafen — das löst Problem nicht, verstärkt Stress.

4. Wann professionelle Hilfe nötig ist

Wenden Sie sich an einen Fachmann, wenn:

  • schlechte Noten monatelang andauern, trotz Ihrer Anstrengungen;
  • es Anzeichen von Depression, Angst, Selbstverletzung gibt;
  • der Jugendliche sich komplett von Schule weigert;
  • Konflikte wegen Noten ständig geworden sind;
  • Schulleistungen drastisch ohne sichtbare Ursachen gefallen sind.

Das ist keine Schwäche — das ist Fürsorge. Schlechte Noten können Symptom tieferer Probleme sein. Beratung für Eltern in Nürnberg kann helfen, Ursache zu finden und Strategie zu ändern.

5. Häufig gestellte Fragen zu schlechten Noten

Ist es normal, dass Noten in Pubertät fallen?

Ja, leichte Abnahme der Noten in Pubertät ist normal. Aber wenn Noten drastisch und langfristig gefallen sind, braucht es vielleicht Unterstützung.

Was tun, wenn Jugendlicher nicht lernen will?

Nicht drängen. Versuchen Sie, Ursache zu verstehen: «Was hindert dich?» Vielleicht braucht es professionelle Hilfe, um Motivation zu verstehen.

Kann man für schlechte Noten bestrafen?

Nein, Bestrafung löst Problem nicht, verstärkt Stress. Besser ist, Ursache zu verstehen und Jugendlichen zu unterstützen.

Was, wenn Lehrer sagt, Jugendlicher ist «faul»?

«Faulheit» maskiert oft tiefere Probleme: Angst, niedriges Selbstwertgefühl, fehlende Motivation. Wichtig ist, Ursache zu verstehen, nicht mit Symptom zu kämpfen.

6. Wenn Hilfe nicht «irgendwann», sondern jetzt nötig ist: wichtige Kontakte in Deutschland

Wenn Sie ein Lebensrisiko sehen oder das Gefühl haben, dass die Situation außer Kontrolle gerät, warten Sie nicht auf einen freien Termin — weder bei einem Berater, noch bei einem Coach, noch bei einem Therapeuten.

Bei akuter Lebensgefahr (Suizidgedanken, Selbstverletzung):

  • 112 — Notruf (rund um die Uhr);
  • 110 — Polizei (wenn direkte Gefahr für die Sicherheit besteht).

Krisenpsychologische Hilfe:

  • Telefonseelsorge:
    0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos, anonym);
  • Nummer gegen Kummer (für Kinder und Jugendliche):
    116 111 (Mo–Sa 14:00–20:00, kostenlos);
  • Nummer gegen Kummer (für Eltern):
    0800 111 0 550 (Mo–Fr 9:00–11:00, Di und Do 17:00–19:00, kostenlos).

Offizielle Hilfeportale für Familien:

Krisenhilfe:


Wichtig: Dieser Text ist keine Diagnose und kein Ersatz für eine persönliche Beratung oder medizinische Hilfe.
Wenn Sie bei einem Jugendlichen ernsthafte Veränderungen im Verhalten oder emotionalen Zustand bemerken, ist es besser, dies mit einem Fachmann zu besprechen, als zu hoffen, dass es «von selbst vorbeigeht».

Autorin: Irina Kimnatna, Beraterin für Jugendentwicklung in Nürnberg.

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Das Erstgespräch ist eine Möglichkeit, die Situation von außen zu betrachten und zu verstehen, welche Schritte Ihnen helfen können.